Concorde EMOTION
EMOTION | 13 Der Technik-Freak selbst betrieb am Anfang eine Motorrad-Werk- statt mit Motorradhandel. Später wurden auch Spezialmotorräder, sogenannte „Custombikes“ gebaut. Noch ein paar Jahre später lag seine Kompetenz in der Produktion von Auspuffanlagen. Diese so zu konzipieren, dass sie im Bereich Sound, Lautstärke und Leistungssteigerung den „Life-Style“-mäßigen Wünschen seiner zu diesem Zeitpunkt „Harley“ fahrenden Kunden entsprach, aber die Grenzen der Gesetzgebung nicht überschritt, hat er perfekt ausgereizt. „Legal Loud Exhaust“ umschreibt Kess seine Philo- sophie. Auspuffanlagen, die am Anfang der „Auspuffproduktions- Zeit“ legal bis zu 101 Dezibel „Sound“ erzeugten – und das mit einem TÜV-Gutachten, also offiziell zugelassen. Nach einer Vielzahl von unterschiedlichen Entwicklungsstufen manuell und automatisch verstellbarer Anlagen zwang Ihn die Gesetzgebung 1999 entweder mit der TÜV-zugelassenen Auspuff- produktion aufzuhören oder seine Firma zertifizieren zu lassen, damit weiter legale Auspuffanlagen gebaut werden konnten. PORTRÄT M U S I K I N S E I N E N O H R E N U R L A U B M I T D E M E R S T E N C O N C O R D E Er entschied sich weiterzumachen und ließ seine Produktion zertifizieren. Besonders stolz ist er auf seine selbst entwickelte Harley-Auspuffanlage mit EG-ABE nach 97/24 EG, die trotz der ABE noch manuell verstellbar war. Ein weiteres Highlight war 2005 seine serienreife, verstellbare Auspuffanlage „ESM1“ (Elektronisches Sound Management), die er bis 2010 zur ESM3 weiterentwickelte und die bis heute ein absoluter Verkaufshit ist. Ab 2012 führte seine Tochter und ein externer Käufer das erfolg- reiche Unternehmen weiter. Seit 2014 beschreibt er sich stolz als Privatier. Neben Motorrädern und schnellen Autos entschleunigte er sich schon seit 1984 mit Wohnmobilen. Nach Harley-Zelturlauben kaufte er sich zunächst kleinere Wohnmobil-Ausführungen, aber immer mit der Möglichkeit seine Motorräder mitführen zu können. Seit 2013 in gesetzterem Alter, mit Komfortanspruch und auf Basis finanzieller Unabhängigkeit, leistete er sich bereits das erste Concorde-Reisemobil. Sicher auch unter fachgerechter Beratung seiner Frau Iris, überzeugten ihn Concorde-Reisemobile mit ihrer komfortablen Ausstattung und attraktivem Design. Im April 2013 kaufte er einen gebrauchten Charisma II Iveco 890 G. Aber sehr schnell wurde dem Technik-Junkie klar „der ist mit 177 PS zu schwach auf der Brust – ein Liner muss her“. Schon ein halbes Jahr später stand ein Liner 990 G mit 250 PS auf dem Hof. Was dann geschah beschreibt Kess so: „Dieser Concorde-Liner war schon ok, denn er hatte bereits eine SMART-Garage und eine AHK für einen „Brian James“-Anhänger, in den ein Oldtimer oder zwei Harleys reingingen. Schon seit frühester Jugend faszinierte ihn alles was motori- sierte Mobilität betraf. Unumwunden gibt er zu, dass er schon vor dem Besitz einer offiziellen Fahrerlaubnis mit Motorrad und Auto unterwegs war. Da konnte ihn zwar die Polizei stoppen, aber seine Verrücktheit war und ist nicht zu bremsen. Er machte sein Hobby zum Beruf. Bereits 1977, mit 21 Jahren, hatte der gelernte Kfz-Mechaniker parallel zur Festanstellung den ersten Gewerbeschein für einen „Handel mit Motorrad- zubehör“. Außerdem hatte er auch eine Motorrad-Bekleidungs- Boutique. Die durfte seine Frau Iris, eine gelernte Reiseverkehrs- kauffrau, mit der er schon über 30 Jahre verheiratet ist, neben der Erziehung von zwei Kindern, erfolgreich managen.
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