Concorde EMOTION
14 | EMOTION Dem 990 G habe ich vier Fern-Scheinwerfer mit selbst- gebogenem Edelstahlrohr auf das Dach gebaut. Zusätzlich technisch veredelt, habe ich mein Luxusmobil mit einem 4,5 kW-wassergekühlten Diesel-Stromaggregat, einem halb automatischen Luft-Strom- und Wasserschlauch-Aufroller, sowie mit selbst gefertigten Klapprampen für den SMART. Außerdem habe ich das Mobil mit Alcoa-Hochglanzfelgen, sowie extra polierten und verchromten Edelstahlradkappen aufge- motzt. Viele funktionale Schnellverschlüsse und Spezialhalter für Stühle, Tische, Angel, Spaten und Besen seien nur am Rande erwähnt. Knapp 80.000 Kilometer sind meine Frau und ich damit gefahren und haben viel Spaß gehabt. Dank der individuellen Ausstattung haben wir trotz der Gesamtleistung des Fahrzeugs von 120.000 Kilometern noch ein gutes Angebot bekommen und ihn schweren Herzens verkauft.“ Aber Kess wäre nicht Kess, wenn ihm nicht etwas einfiele, was die Technik des Serien-Mobils verbessern würde. Ihn störte die (seiner Meinung nach) komplizierte vierteilige Rampenkonst- ruktion für die Garage. So kaufte er parallel im Dezember 2013 einen gebrauchten 1130 G nur um spezielle Auffahrrampen (WoMoRa I und II) zu entwickeln. Sieben Monate seines „Rentnerlebens“ opferte er, um die „WoMoRa II“ mit nur zwei Rampen und hohem Bedienkomfort final zu konzipieren. Gefahren wird der Concorde nur von ihm. Iris hat und will (leider) keinen Lkw-Führerschein, Biken reicht ihr. Außerdem hat sie ja einen Fahrer, der keinen Lohn bekommt und seinen Diesel auch noch selbst bezahlt. Aber sie liebt das Luxus-Mobil und vor allem den Komfort in allen Bereichen. Allein die Küche, in der sie der Chef ist, begeistert sie immer wieder. Neben dem Komfort des Concordes wird kaum ein Urlaub ohne die Mitnahme des Abarths und der Harleys gemacht. (Manchmal steht an Stelle vom Abarth auch Mal ein Quad oder ein Snow-Mobil im Liner). Vor Ort cruisen die Beiden durch die Landschaft und besuchen auch die entlegensten Winkel, um Neues zu erkunden oder einfach die unberührte Natur zu genießen. M E I N N E U E R L I N E R D I E E N T W I C K L U N G - WO M O R A I I „Wie damals in meiner Jugendzeit beim Auspuff, von „Motor- radfahrer für Motorradfahrer“, konstruierte ich jetzt von „Landyachtfahrer für Landyachtfahrer““ lacht Kess zufrieden. Aktuell denkt Concorde über eine serienmäßige Integration nach. Dann wäre der Privatier auf einen Schlag wieder aktiver Geschäftsmann… PORTRÄT Aber das ist noch Zukunftsmusik. Jetzt gilt Privatier! Seit diesem Jahr ist das Ehepaar Kess stolzer Besitzer eines fabrikneuen, wunschgemäß ausgestatteten Liner 1060 G. Aber auch der hat es wieder in sich: in 16-Stunden-Schichten wurde die Garage für einen Abarth 595 Competizione mit 180 PS umgebaut und alle technischen Aufrüstungen wie bei seinem (bereits oben beschriebenen) alten Concorde Liner 990 G installiert.
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