Concorde EMOTION

EMOTION | 19 PORTRÄT M I T D E M C O N C O R D E „ A N T E P O R TA S “ „ B I G B R O T H E R “ A U F E I N E M C A M P I N G P L AT Z I N B U L G A R I E N Meine Großmutter war nachweislich eine waschechte Zigeunerin.“ In diesem Zusammenhang erklärt sich vielleicht auch die musi- kalische Ader von Hans. Er spielt das Flügelhorn. In Deutschland würde man sagen die Trompete, obwohl sich beide Instrumente von der Form leicht unterscheiden. Seit 50 Jahren gehört er (nicht nur musikalisch) dem heimatlichen Dorfverein an. Ansonsten wandern sie gerne und viel. Zwei E-Bikes sind immer dabei und halten Böschs überall mobil. Ein besonderes Hobby ist die Erkundung von Städten und ländlichen Gegenden mit dem ÖPNV (öffentlicher Personennahverkehr), sprich mit Bus und Bahn. Diese vor allem in großen Städten aber auch auf dem Lande manchmal abenteuerliche Fortbewegung finden sie immer wieder spannend. Überraschenderweise waren die Böschs noch nie auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Darauf angesprochen lachen sie, „Ach wissen Sie, wir haben noch circa 100 Ziele auf der Agenda, Düsseldorf gehört dazu“. EMOTION wünscht den beiden Rast- losen weiterhin gute und sichere Fahrt, dass sie alle ihre Ziele erreichen mögen. Neben den gewöhnlichen Socken strickt Magdalena aber auch sogenannte Flaschensocken. Diese haben allerdings keine wärmende Funktion, sondern dienen praktischerweise im Reise- mobil dazu, das störende Klappern der Flaschen zu verhindern. Bei allen Fahrten hat Magdalena stets Kartenmaterial zur Hand, denn Navigationssystemen trauen die beiden nur bedingt. Und sollte es, wie die Beiden es lieben, mal zu einer schwierigen Situation kommen, wie zum Beispiel enge Gassen oder widrige Straßenverhältnisse mit komplizierter Wegeführung, dann springt sie aus dem Mobil und lotst Hans sicher durch die Gefahrenstelle. Das Überwinden abenteuerlicher Herausforde- rungen bereitet Beiden große Freude. Geht nicht, gibt’s nicht! Je abenteuerlicher desto schöner. Hans Bösch hat mitgezählt: „Mittlerweile waren wir in 36 Ländern. Zumeist in Europa, aber auch in Israel, Jordanien, Tunesien und Marokko“. Dabei steht der Besuch kultureller Einrichtungen und das Kennenlernen von Land und Leuten im Vordergrund. Begeistert sind sie von Jordanien. „Die Menschen sind unglaublich freundlich und hilfsbereit“, berichtet Magdalena. Und Hans fügt hinzu: „auch wenn die Straßenverhältnisse teilweise katastrophal waren“, aber danach suchen die Beiden ja. Auch Marokko mit seinen unter- schiedlichen Landschaften hat die Böschs tief beeindruckt. Viel Spaß haben die geselligen Eheleute auch auf den verschiedenen Events, die Concorde anbietet. Mittlerweile besitzen sie den zweiten Carver. Mit dem sind sie zu jeder Jahreszeit, auch im tiefsten Winter, unterwegs. Im vergangenen Jahr waren sie mehr als sechs Monaten auf Tour. Auf die Frage, wie man als bodenständiger Schweizer denn so rastlos umherreisen kann, antwortet Magdalena: „Wir haben Zigeunerblut in unseren Adern.

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